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HNO AM ROTKREUZPLATZ

Engagement in Forschung und Lehre

Wissenschaft – zum Wohle des Patienten

Mit seinen zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten hat Prof. Gürkov die medizinische Versorgung der Patienten auf der ganzen Welt verbessert.

Beispiele hierfür sind:

  • Die Einführung (2008) und Etablierung der klinischen Bildgebung des Endolymphatischen Systems im Innenohr in Deutschland und Europa. Dadurch ist es heute möglich, die Diagnose M. Menière sicher und zweifelsfrei zu stellen.
  • Die Neuklassifikation des M. Menière als Hydropische Ohrerkrankung. Dadurch können alle Patienten, auch diejenigen mit atypischen Symptomen, die richtige Diagnose erhalten und damit von der richtigen Therapie profitieren. Mit seiner Neuklassifikation wurde Prof. Gürkov weltweit bekannt.
  • Die Entdeckung der frequenzspezifischen Veränderung der Gleichgewichtsorgane (VEMP) beim M. Menière. Dadurch steht eine neue diagnostische Möglichkeit zur Verfügung.
  • Die Entdeckung des Zusammenhanges zwischen intrakraniellem Druck (Hirndruck) und Gleichgewichtsorganen (VEMP). Dadurch steht eine neue diagnostische Möglichkeit Vorträge zur Verfügung.
  • Die weltweit erstmalige Videodokumentation des stimminduzierten Nystagmus beim Bogengangsdehiszenzsyndrom. Dadurch steht den Ärzten heute ein einfaches und sehr aussagekräftiges diagnostisches Zeichen zur Verfügung.
  • Die Entdeckung der toxischen Wirkung des häufig eingesetzten Medikamentes Amiodaron auf die Gleichgewichtsorgane im Innenohr. Dadurch können Ärzte heute diese schwerwiegende Nebenwirkung erkennen und verhindern.
  • Die kontrollierte Untersuchung der Effekte von Artemisininen auf die Hörorgane. Dadurch wurden anderswo propagierte Bedenken entkräftet, dass diese lebenswichtigen und hocheffektiven Medikamente (Anti-Malaria-Mittel) eine Hörschädigung verursachen würden.
  • Der Nachweis, dass eine sonographische Untersuchung bei Nasenbeinbruch aussagekräftiger ist als eine Röntgen-Untersuchung. Dadurch werden heute viele unnötige Röntgen-Untersuchungen mit Strahlenbelastung vermieden.
  • Die Charakterisierung der B-Zell-Immunantwort von Patienten mit Multipler Sklerose auf das Bakterium Chlamydia pneumoniae. Dadurch wurde die Theorie entkräftet, die Multiple Sklerose sei durch eine einfache Antibiotikatherapie heilbar.
  • Die Entwicklung einer ELISPOT-Methode zum quantitativen Nachweis von T-Zellen, die Interleukin-10 (ein regulatorischer Botenstoff des Immunsystems) produzieren. Dadurch wurde es möglich, diese neuartigen Zellen genauer zu untersuchen.

Lehrtätigkeit

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Ludwig-Maximilians-Universität ist Prof. Gürkov seit vielen Jahren engagiert in der Aus- und Weiterbildung von Medizinstudenten und ärztlichen Kollegen sowie Angehörigen der Pflegeberufe:

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  • Ausbilder und Seminarleiter der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
  • Dozent der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Dozent der European Academy of Otology and Neurotology (EAONO)
  • Dozent der Barany Society (International Society for Neurotology)
  • Autor des Lehrbuches “BASCIS HNO
  • Autor des mediscript Staatsexamens-Repetitoriums HNO
  • Autor des Kapitels HNO im Lehrbuch „Pflegen“

Wissenschaftliche Gutachtertätigkeit

Als Experte und Gutachter fertigt Prof. Gürkov regelmäßig wissenschaftliche Gutachten zur Bewertung der Qualität von Fachartikeln und Förderanträgen an, z.B. für folgende Fachzeitschriften und Institutionen:

  • Nature Reviews
  • Science Translational Medicine
  • Clinical Neurophysiology
  • Ear Hearing
  • Otology Neurotology
  • European Radiology
  • PLoS ONE
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Medical Research Council (Großbritannien)
  • Universität Bern (Schweiz)
  • Ludwig-Maximilians-Universtität München

Herausgebertätigkeit

Als Mit-Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften gestaltet Prof. Gürkov aktiv die Zukunft des Fachgebietes HNO-Heilkunde mit:

  • HNO: Section Editor des Bereichts Neurotologie
  • Frontiers in Surgery: Associate Editor des Bereichs Otolaryngology

Leitlinienarbeit

Als Mitglied der Leitlinienkommission Schwindel / Vestibuläre Störungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet Prof. Gürkov Empfehlungen und Leitlinien für die richtige Behandlung beim Symptom Schwindel.

Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kopf-Hals-Chirurgie (DGHNOKHC)
  • Vorstandsmitglied der International Vertigo Society
  • Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte
  • Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
  • Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Audiologen und Neurotologen (ADANO)
  • Barany Society (International Society for Neurotology)
  • Arbeitskreis Botulinumtoxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (AK BTX DGN)
  • Gründungsmitglied des Deutschen Schwindel- und Gleichgewichtszentrums
  • Gründungsmitglied des European DizzyNet

Preise und Auszeichnungen

  • Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
  • Forschungsstipendium an der Case Western Reserve University Cleveland
  • Stipendiat des Programms zur Förderung von Forschung und Lehre der LMU München
  • Stipendium „Experiment“ der Volkswagen-Stifung
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Stand: 13.03.2021